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Krankheiten

Fachbuch:     Parasitäre Zoonosen. Bild-Text-Atlas  
"Der großzügig bebilderte Atlas klärt sachlich und umfassend über häufige und bekannte Infektionen auf, wie die Toxoplasmose.  Ausgewählte Fallbeispiele machen die unterschätzten, unbekannten und seltenen Gefahren deutlich.  Das Buch schafft Abhilfe durch aktuelle Fallzahlen und eine ausführliche Schilderung von Infektionswegen und klinischem Bild."

Lamas und Alpakas sind bekanntnlich sehr robust und  wenig anfällig für Krankheiten. Ist ein Tier mal krank, so zeigt es die Symptome oft erst, wenn die Krankheit schon weit fortgeschritten ist.  Deshalb ist das tägliche Beobachten der Tiere sehr wichtig.

Die Körperhaltung des Tieres verrät einiges über den Gesundheitszustand. Ein gesundes Lama oder Alpaka trägt Kopf und Hals stolz aufrecht und reagiert auf die kleinste Veränderung neugierig. Ein krankes Tier ist teilnahmslos und bei Schmerzen hängt sein Hals kamelartig durch und den Kopf hält es auf Widerristhöhe.

Bei Verdacht auf Krankheit soll die Körpertemperatur gemessen werden. Normal sind 37,5° C bis 38,9° C, bei Über- oder Untertemperatur ist der Tierarzt zu rufen. Nebst dem Befall mit Würmern können Neuweltkameliden unter anderen parasitären Erkrankungen sowie an Infektionen durch Viren, Bakterien und Pilzen leiden.
Abmagerung kann verschiedene Ursachen haben und wird wegen dem üppigen Wollkleid oft übersehen.

Zu Beginn der warmen Jahreszeit erwacht die Natur zu neuem Leben.
Es erwachen auch die Zecken, Fliegen und sonstiges Ungeziefern.
Während die Schäden durch Endoparasiten fast ausschließlich direkter Natur sind (Zerstörung der Darminnenwand, Nahrungskonkurrent etc.) , übernehmen die Ektoparasiten neben einer direkten Beeinträchtigung des Wirtes auch die Rolle von Krankheitsträgern.
Zecken spielen vor allem als Überträger von Krankheiten eine Rolle. Die infizierten Zecken übertragen Krankheiten beim Saugen von Blut. Wie auch beim Menschen sind die Borrelien sehr gefährlich. Bei unklaren Lahmheiten des Lamas ist an eine solche Erkrankung zu denken.
Milben sind durch gravierende Hautveränderungen an behaarten Stellen zu erkennen.
Eine Untersuchung am Mikroskop gibt Klarheit.
Läuse, ein Befall verursacht einen starken Juckreiz bei den Tieren. Benagen der Wlle und häufigeres Scheuern an festen Gegenständen ist ein deutliches Zeichen. Bei starkem Befall kann es auch zu Abmagerungen kommen.
Fliegen und Mücken beinträchtigen das Wohlbefinden der Tiere. Eine besondere Beeinträchtigung ruft die Dasselfliege hervor. Sie legt ihre Eier in die Nassenöffnung. Von dort gelangen die frisch geschlüpften Larven nach oben in den Rachenraum (wie auch bei anderen Wildtieren), um sich weiter zu entwickeln. Frische Wunden sind ein magischer Anziehungspunkt für Schmeiss- und Fleischfliegen.

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Chlamydia psittaci ist als ein Bakterium bei Tieren aber auch beim Menschen (Zoonose) bekannt.
Beim Schaf stellte der Chlamydienabort (Schafvirusabort) ein großes seuchenhygienisches roblem dar.
Auch bei den Neuweltkameliden ist diese Krankheit aufgetreten. Vor allem nach Einstellung von Hengsten kann es zu Infektion kommen.
Offensichtlich existiert in der BRD kein Impfstoff für NWK.
Um diese gefährliche Krankheit festzustellen, sind serologischen Untersuchungen von Blutproben und  bakteriologischen Untersuchungen erforderlich.
Nach Sicherung der Diagnose "Chlamydienabort" in einem Lamabestand sind geeingnete Maßnahmen gegen eine weitere Ausbreitung der Seuche zu treffen.
Eine Zusammenarbeit mit Tierarzt und Untersuchungsinstituten ist unverzichtbar. 
      
 
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